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Anzuchtanleitung Zucchini

Zucchini gehören zu den Kürbisgewächsen und sind aus unseren Gärten nicht mehr wegzudenken. Die Pflanzen sind schnellwüchsig und bringen den ganzen Sommer über eine reiche Ernte. Mit dieser schrittweisen, detaillierten Anleitung möchten wir Dir die Anzucht so leicht wie möglich machen.

DER RICHTIGE ZEITPUNKT

Zucchini können ab April bis Mitte Mai im Haus vorgezogen werden oder Mitte Mai direkt ins Freiland gesät werden. Eine frühere Aussaat ist nicht zu empfehlen. Große Pflanzen mit mehr als 3 oder 4 Blättern vertragen das Umtopfen nicht so gut, was zu einem Stocken im Wachstum führen kann.

DAS ZUBEHÖR

Verwende für die Aufzucht am besten eine Anzuchtschale mit transparentem Deckel oder ein Zimmergewächshaus. Sogenannte Multitopfpaletten oder kleine Anzuchttöpfe eignen sich hervorragend um die Gefäße zu bestücken, wir empfehlen eine Topfgröße von 8x8cm. Mit Hilfe von Stecketiketten lassen sich die einzelnen Sorten auseinanderhalten.

DIE RICHTIGE ERDE

Die Wahl der richtigen Erde ist ein entscheidender Punkt für die erfolgreiche Anzucht. Komposterde ist z.B. vollkommen ungeeignet, da diese für die kleinen Pflanzen viel zu nährstoffreich ist. Außerdem könnte sich noch Ungeziefer in der Erde befinden, welches die kleinen Pflänzchen einfach auffressen würde. Wir empfehlen hier den Einsatz von Anzuchterde. Diese ist im Vergleich zu herkömmlicher Gartenerde zwar etwas teurer, bietet aber den optimalen Nährstoffbedarf für junge Pflänzchen.

JETZT GEHT´S LOS

Zuerst werden die Töpfe mit der Anzuchterde befüllt und leicht angedrückt.

Danach drückst Du mit einem Pikierstab oder einem ähnlichem Gegenstand die Pflanzlöcher in die Erde. Zucchini sollten etwa 2-3cm tief eingepflanzt werden.

Jetzt kannst Du die Samen in die Pflanzlöcher legen. Beschrifte die Stecketiketten, um die Sorten später nicht zu verwechseln. In einen 8x8cm Anzuchttopf kannst Du 1-2 Samenkörner aussäen, in einen 10x10cm Anzuchttopf 2-3.

Nun können die Pflanzlöcher verschlossen werden. Hierzu einfach mit dem Finger etwas Erde über das Loch schieben. Sobald die Löcher geschlossen sind, kannst Du die Erde nochmal leicht andrücken.

Wir bewässern unsere Töpfe von unten. Das hat den Vorteil, dass die Erde nicht aufschwemmt und die Samen nicht weggespült werden. Wir gießen einfach Wasser in die Anzuchtschale und warten, bis sich die Erde vollgesaugt hat. Achte darauf, dass kein Wasser in der Schale stehen bleibt, die Erde aber auch niemals vollständig austrocknet. Das Saatgut wäre sonst nicht mehr keimfähig. Alternativ kannst du die Erde auch von oben mit Hilfe einer Sprühflasche feucht halten.

Das Saatgut benötigt zum Keimen ausreichend Wärme. 18-24 Grad sind für Zucchini ideal. Ein Platz auf einer Fensterbank über einer Heizung oder im Heizraum sind geeignete Standorte. Alternativ kannst Du auch ein beheiztes Gewächshaus verwenden. Der Deckel des Gewächshauses sorgt für ein gutes Klima. Um Schimmelbildung vorzubeugen, solltest Du zum Lüften den Deckel täglich für ein paar Minuten entfernen.

Wenn die Saat gekeimt hat ist der Deckel nicht mehr notwendig, Du solltest jetzt aber für ausreichend Licht sorgen. Ein Platz auf einer Fensterbank, Süd- oder West-Fenster, ist ideal. Achte darauf, dass die Temperatur nach dem Keimen nicht zu hoch ist, da sonst ein Geilwuchs entsteht. Um die 20 Grad sind für Zucchini ideal.

Sobald die Pflanzen etwas gewachsen sind, solltest Du in jedem Topf nur die kräftigste Pflanze stehen lassen und die anderen entfernen. Die entfernten Pflanzen musst Du nicht entsorgen, sondern kannst sie auch in einen weiteren Topf pflanzen. Ab Mitte Mai können die Pflanzen dann ins Freiland oder ein Gewächshaus gesetzt werden.


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