Die beste Erde für deine Anzucht

Gesunde Keime, starke Pflanzen: Die richtige Erde macht den Unterschied

Die Wahl der richtigen Erde ist ein entscheidender Punkt für deine erfolgreiche Anzucht. Aber wieso sollten wir für unsere Anzucht eine spezielle Erde verwenden und können nicht einfach eine vorhandene Erde oder die Erde aus dem Garten verwenden? In diesem Beitrag erklären wir euch wieso es sinnvoll ist, Anzuchterde oder Quelltabletten zu verwenden.

Die Eigenschaften von Anzuchterde

  1. Feine Struktur

    Anzuchterde ist in der Regel fein strukturiert, was es den jungen Wurzeln erleichtert, sich durch das Substrat zu bewegen. Dies ist wichtig, da die Wurzeln in den ersten Wochen nach der Aussaat empfindlich sind. Eine lockere Struktur fördert die Durchlüftung und erleichtert das Wurzelwachstum.

  2. Nährstoffarm

    Nährstoffarme Anzuchterde zwingt die jungen Pflanzen, aktiv nach Nährstoffen zu suchen. Dies kann das Wurzelwachstum fördern, da die Wurzeln sich ausdehnen und sich besser im Substrat verankern müssen, um die benötigten Nährstoffe zu finden.

  3. Keimfrei

    Eine hochwertige Anzuchterde wird unter kontrollierten Bedingungen hergestellt, um eine möglichst geringe Belastung durch Unkrautsamen, Schädlingen und Krankheitserregern zu gewährleisten. Obwohl Anzuchterde nicht zwangsläufig steril ist, wird sie in der Regel so hergestellt, dass das Risiko von unerwünschten Organismen minimiert wird.
  4. Idealer PH-Wert

    Der pH-Wert beeinflusst die Fähigkeit von Pflanzenwurzeln, bestimmte Nährstoffe aufzunehmen. Ein zu hoher oder zu niedriger pH-Wert kann dazu führen, dass bestimmte Nährstoffe für die Pflanzenwurzeln schwerer zugänglich sind, selbst wenn sie im Boden vorhanden sind. Ein optimaler pH-Wert ermöglicht eine effiziente Aufnahme von Nährstoffen.

Wir haben deine Ernte schon vor Augen, und du?

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Welche Erden kann ich für meine Anzucht verwenden?

  1. Anzuchterde aus dem Fachhandel

    Diese Erden sind speziell für die Anzucht entwickelt und bieten eine feine Struktur, gute Drainage, geringe Nährstoffkonzentration und den richtigen pH-Wert. Sie minimieren das Risiko von Krankheiten, Unkrautsamen, Überdüngung und fördern das Wurzelwachstum.
  2. Kokossubstrat

    Kokossubstrat, auch Kokoserde genannt, ist eine Alternative zur traditionellen Anzuchterde. Es besteht aus den Fasern der Kokosnussschale und bietet eine gute Drainage sowie eine neutrale pH-Umgebung. Es ist leicht und hat eine lockere Struktur, die das Wurzelwachstum begünstigt.
  3. Quelltabletten

    Quelltabletten sind kleine Töpfe oder Tabletten aus gepresstem Substrat. Sie eignen sich gut für die Anzucht, da sie feuchtigkeitsabsorbierend sind und beim Gießen aufquellen. Sie können direkt mit Samen bepflanzt werden und später zusammen mit den Sämlingen in größere Behälter verpflanzt werden.
  4. Eigenes Mischzubstrat

    Du kannst dir auch ganz einfach deine eigene Anzuchterde herstellen. Misch dazu

    1/3 Komposterde
    1/3 Sand
    1/3 lockere Gartenerde (z.B. von einem Maulwurfshügel)

     Alle Bestandteile werden gemischt und anschließend gut ausgesiebt. Grobe Bestandteile wie Ästchen, Steine und grobe Erdklumpen solltest du entfernen. Damit eventuell vorhanden Schädlinge, Samen oder Pilzsporen das Wachstum der Keimlinge später nicht beeinträchtigen, musst du die Erde jetzt noch für ca. 1 Std bei 150° C im Backofen erhitzen.